Mit Sardolci ist ein langersehnter Traum für uns wahr geworden. Bereits als kleines Mädchen war ich von traditioneller Kochkunst fasziniert. Sie werden nun denken: „Natürlich, viele waren als Kind von irgendetwas fasziniert und machten es dann später auch zum Beruf“. Aber lassen Sie mich eine Geschichte erzählen.. und glauben Sie mir! Diese Geschichte ist absolut ehrlich und wahr 🙂

Ich nehme Sie mit nach Italien, auf die wunderschöne Insel Sardinien. Es ist der heißeste Monat im Jahr- August.

Der Monat, in dem die Kinder in Italien noch lange Ferien haben, die meisten Fabriken geschlossen und die Strände Sardiniens sehr belebt sind.
Während meiner Kindheit blieben meine Familie und ich immer sehr lange auf Sardinien und besuchten meine Nonna (Oma). Jeden Tag kochte meine Nonna etwas anderes. Sie kannte so viele fantastische Rezepte und ich war immer begeistert. Ich erinnere mich sehr gut daran, dass sie bei den Vorbereitungen des Essens immer genug Zeit einplante. Das Mittagessen war immer sehr wichtig für sie. Meistens waren wir (meine Familie und Ich) nicht die einzigen, die zur Mittagszeit dort waren. Auch andere Verwandte oder Bekannte kamen vorbei und saßen sich dazu. Es war immer eine sehr große Runde und RuckZuck aßen wir mit 12, 13, 14 Personen am Tisch und aßen das gesunde und umfangreiche Mahl meiner Nonna. Die Vorbereitungen waren also dementsprechend umfangreich und ich weiß noch sehr gut, wie ich meine Nonna gerne beobachtete (natürlich auch immer mithelfen durfte) wenn sie zum Beispiel Gemüse klein schnitt oder einen Pastateig knetete. Sie tat es immer mit viel Ruhe und war sehr bedacht. Das vermittelte mir immer ein Gefühl von Sicherheit und inneren Frieden.

Eines Morgens (und damit meine ich ca. 5 Uhr früh), weckte mich der Duft von frisch gebackenem Brot, der aus einem häufig genutzten Steinofen kam. Durch die Hitze konnte man die Arbeit tagsüber am Steinofen nicht aushalten, sodass meine Nonna und Helfer (Mutter, Tante, Onkel, Schwester) bereits in der Nacht den Teig ansetzten und in der Früh mit dem Backen begannen. Der Duft stieg in mein Schlafzimmer und weckte mich. Ich ging schnell hinunter in den Innenhof, wo auch der Steinofen stand. Meine Nonna kam mir entgegen, nahm mich an die Hand und führte mich an den Korb, in dem soviel Brot lag, dass es für die ganze Nachbarschaft reichte. 🙂 Sie riss ein Stück Brot von einem großen Leib ab. Es war noch warm und sehr fluffig. Sie gab mir eine Tasse mit warmer Milch und schenkte mir ein Lächeln mit einem Augenzwinkern. Ich wusste, was zu tun war; also tunkte ich das Brot in die Milch und aß. Das Brot (das aus nur drei Zutaten bestand) und die Milch waren für mich das Beste Essen auf der ganzen Welt. Natürlich wissen die meisten unserer von welchem Brot die Rede ist: Unser Sardolci Kartoffelbrot! =)

Ich schaute meiner Nonna so gerne bei allem zu und saugte alle ihre Tricks und Fertigkeiten neugierig wie ein Schwamm auf. Alles was sie machte, machte sie mit Bedacht und Vorsicht und stets mit Perfektion. Sie brachte mir sehr vieles bei und alles was sie mir nicht zeigen konnte, aufgrund der weiten Entfernung nach Deutschland, lernte ich aus zweiter Hand von meiner Mamma, die mir mit meiner Schwester im Laden eine große Hilfe ist.

Ich experimentiere natürlich auch selbst. Ich probiere viele neue Füllungen für unsere Pasta Gerichte, entwickle neue Rezepte und bin immer offen für neue Ideen. Wichtig ist für mich die Einfachheit unserer Produkte. Natürliche, frische und qualitativ hochwertige Zutaten für den originalen, traditionellen Geschmack meiner Gerichte.